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Foto: Dominik Schmitz, LVR-Zentrum für Medien und Bildung
Jedes Lernen ist eng mit Sprache verbunden. Aus diesem Grund kommt der Sprache als Mittel des Verstehens und der Verständigung in der Grundschule eine Schlüsselstellung zu. Im Unterricht stehen fachliches und sprachliches Lernen in enger Wechselwirkung. Da jeder Unterricht und das Lernen in der Schule in besonderer Weise auf Lese- und Schreibkompetenz der Schülerinnen und Schüler angewiesen sind, entwickelt und fördert der Unterricht in allen Fächern die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder. Dabei ist es Ziel, die alltagskommunikativen und die fachsprachlichen Kompetenzen so zu erweitern und zu festigen, dass differenziertes Verstehen und Darstellen von Sachverhalten erweitert und sprachlich bedingte Lernhemmnisse abgebaut werden. Lese- und Schreiberziehung und der verstehende Umgang mit Texten sind deshalb leitende Prinzipien des gesamten Unterrichts.
Sprachliche Fähigkeiten sind entscheidend für Schulerfolg und Bildungschancen, für die beruflichen Möglichkeiten und für eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Gleiche Chancen für alle Schülerinnen und Schüler zu schaffen und Bildungsbenachteiligung zu beseitigen, ist das Ziel der Grundschulen. Häufig bedürfen Kinder, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist und die Deutsch daher als Zweitsprache erlernen, besonderer Förderung. Ausgehend vom Sprachstandsfeststellungsverfahren Delfin4 nehmen circa 25 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Düsseldorf bereits vor Eintritt in die Grundschule an Sprachfördermaßnahmen teil. Diese Förderung wird in der Grundschule kontinuierlich fortgesetzt.
Vor diesem Hintergrund haben alle Düsseldorfer Grundschulen Konzepte entwickelt, welche das Erlernen der deutschen Sprache als gemeinsame Schul- und Verkehrssprache an die erste Stelle setzt, und zu diesen Konzepten Erfahrungen gesammelt. Die dadurch entstandene Vielzahl der unterschiedlichen Vorgehensweisen soll auf den folgenden Seiten im Sinne von "Best practise"-Beispielen dargestellt werden. Hierzu wurden im Dezember 2009 alle Düsseldorfer Grundschulen nach ihren individuellen Konzepten bezüglich der Sprachförderung befragt. Das Ergebnis der Befragung ist die vorliegende Handreichung für alle Grundschulen, die mit Hilfe der Rückmeldungen erstellt wurde (Rückmeldungsquote: 99 Prozent) und einen Überblick über die unterschiedlichen Erfahrungen und Schwerpunkte einer erfolgreichen Sprachförderung gibt.
Diese Beispiele mögen Anregung zu kollegialem Austausch der Schulen untereinander sein. Sie verstehen sich als Chance, die schulinternen Prozesse durch neue Impulse zu intensivieren.
Die Auswahl tragfähiger Sprachförderkonzepte mit Modellcharakter erfolgte nach folgenden Kriterien:
Hier die einzelnen Beispiele:
Die komplette Broschüre "Sprachförderung an Düsseldorfer Grundschulen 2010/2011", herausgegeben von der Landeshauptstadt Düsseldorf, steht Ihnen in Kürze an dieser Stelle zum Download bereit.